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Vorsorge

Versicherungen: Was ist obligatorisch, was sinnvoll?

In der Gründungsphase eines Unternehmens müssen auch KMU diverse Versicherungen abschliessen.

Zwei Versicherungstypen stehen im Vordergrund:

- 1. die Sozialversicherungen für den Unternehmer sowie für die allfälligen Mitarbeitenden.

- 2. die Betriebsversicherungen.

Welche Versicherungen für den Unternehmer freiwillig oder obligatorisch ist, hängt bei den Sozialversicherungen von der gewählten Rechtsform ab.


Grundsätzlich gilt:

Inhaber von Einzelfirmen, Kollektiv- und Kommanditgesellschaften gelten für die Sozialversicherungen als selbstständig Erwerbende. Für ihre Vorsorge sind sie zum Grossteil selbst verantwortlich.

Inhaber von Aktiengesellschaften oder GmbHs sind Unternehmer und gleichzeitig ihre eigenen Angestellten. Für die Sozialversicherungen gelten sie deshalb als unselbstständig Erwerbende. In diesem Fall sind die meisten Versicherungen obligatorisch.
 

Weitere Informationen zum Thema Sozialversicherungen:
Sozialversicherungen: AHV/IV, BVG, ALV, UVG und Co.


Das Schweizer Dreisäulenmodell aus staatlicher, betrieblicher und individueller Vorsorge soll Schutz im Alter, bei Invalidität und im Todesfall und einen angemessenen Lebensstandard auch nach Aufgabe der Erwerbstätigkeit gewährleisten.


1. Säule: AHV/IV/EO

Die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) soll den Grundbedarf der Versicherten decken. Die Invalidenversicherung (IV) ist für die finanziellen Folgen von Invalidität da. Die Erwerbsersatzordnung (EO) kompensiert teilweise die Einkommensausfälle durch Militär-, Zivilschutz- oder Zivildienst. Finanziert werden diese Versicherungen aus Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträgen sowie durch Bund und Kantone.

Die 1. Säule ist für alle Mitarbeitenden obligatorisch: Schweizer, Ausländer, Familienmitglieder, im Ausland beschäftigte Mitarbeitende mit Direktvertrag bei der Muttergesellschaft (sofern der Hauptsitz in der Schweiz ist). Die ohne Barlohn im Unternehmen mitarbeitenden Ehepartner sind von der Beitragspflicht befreit, wenn der andere Ehepartner mindestens den doppelten Mindestbetrag entrichtet.

Zum Zeitpunkt der Firmengründung müssen sich Arbeitgebende bei der zuständigen Ausgleichskasse anmelden. Zuständig ist die Verbandsausgleichskasse, sofern der Arbeitgebende Mitglied in einem Gründerverband ist. Gehört der Arbeitgebende keinem Gründerverband einer Verbandsausgleichskasse an, ist die kantonale Ausgleichskasse desjenigen Kantons, in dem er seinen Sitz oder Wohnsitz hat, zuständig. Unternehmer sollten bei dieser Ausgleichskasse für sich selbst abklären, ob sie als selbstständig Erwerbende gelten. Die AHV-Prämien sind für Selbstständige tiefer als für Angestellte. Die Beurteilung des Selbständigkeitsstatus ist zudem Basis für weitere obligatorische Sozialversicherungen (Unfallversicherung, Pensionskasse etc.).

Versicherungstechnisch sind mitarbeitende Inhaber von AGs und GmbHs unselbstständig, einfache Gesellschafter, Kollektiv- und Kommanditgesellschafter gelten fast immer als Selbstständige. Wenn die Ausgleichskasse einen Unternehmer nachträglich als Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer einstuft, muss er alle Beiträge nachzahlen (Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträge sowie Verzugszinsen).

Selbstständig Erwerbende entrichten maximal 9,65% ihres Einkommens für AHV, IV und EO (7,8% für die AHV, 1,4% für die IV und 0,45% für die EO). Für Angestellte belaufen sich die Beiträge für AHV/IV/EO und die Arbeitslosenversicherung (ALV) auf insgesamt 12,45% des Lohns (bis CHF 148'200 p.a.). Die Unternehmen müssen den Gesamtbetrag entrichten, können aber die Hälfte vom Bruttolohn der Angestellten abziehen.


2. Säule: Pensionskasse (BVG)

Die betrieblichen Pensionskassen sollen die Fortführung des gewohnten Lebensstandards sichern. Grundlage ist das Bundesgesetz über die berufliche Vorsorge (BVG), das seit 1985 die obligatorische Versicherung von allen Arbeitnehmenden ab dem 18. Altersjahr (gegen Risiko) und ab dem 25. Altersjahr (Sparversicherung) vorsieht. Voraussetzung ist ein Minimalverdienst von derzeit CHF 21'150 (2016). Gegen oben ist der obligatorisch versicherte Verdienst auf CHF 84'600 begrenzt, freiwillig können Unternehmen ihn aber auch höher ansetzen.

Die BVG-Leistungen werden vor allem durch Lohnprämien finanziert. Arbeitgeber müssen mindestens 50% der Prämien für Risiko, Sparen, Sondermassnahmen und Sicherheitsfonds übernehmen. Einige Arbeitgeber gewähren auf freiwilliger Basis einen höheren Beitrag. Je nach Alter und Geschlecht gelten unterschiedliche Prämien, die 7 bis 18% des Einkommens betragen können (je älter, desto höher). Jedes Jahr erhalten die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einen Vorsorgeausweis mit der Auflistung der bisher geleisteten Beiträge und dem zu erwartenden Alterskapital.

Rechtsträger der Pensionskassen können Stiftungen, Genossenschaften oder öffentlich-rechtliche Einrichtungen sein, die von kantonalen und eidgenössischen Aufsichtsbehörden überwacht werden. Kleinen Betrieben ist der Anschluss an eine Sammelstiftung oder eine Verbandseinrichtung zu empfehlen. Vor der Auswahl sollten Unternehmensgründer unbedingt die Kosten, die Leistungen und den Aufwand für die Administration vergleichen. Die Unterschiede sind teilweise erheblich.


3. Säule: Private Vorsorge

Die 3. Säule bezeichnet die private Selbstvorsorge. Sie wird teilweise mit steuerlichen Anreizen gefördert. Mit der 3. Säule können Arbeitnehmer allfällige Vorsorgelücken kompensieren oder weiter führende Ansprüche sicherstellen. Die 3. Säule kann auch Todesfall- und Invaliditätsleistungen gewähren. Man unterscheidet zwischen gebundener Vorsorge (Säule 3a) und freier Selbstvorsorge (Säule 3b).

Für Unternehmerinnen und Unternehmer ist die private Vorsorge besonders wichtig. Schliesslich sind selbstständig Erwerbende nicht allen Sozialversicherungen obligatorisch unterstellt. Daher müssen sie sich ihre Absicherung insbesondere für Alter und Invalidität weitgehend selber aufbauen.


Arbeitslosenversicherung (ALV)

Arbeitgebende müssen jeden neuen Arbeitnehmenden zur Abrechnung der Beiträge an die Arbeitslosenversicherung (ALV) anmelden, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

- es handelt sich um eine unselbstständige Erwerbstätigkeit
- der oder die Arbeitnehmende ist dem schweizerischen System der sozialen Sicherheit unterstellt
- es handelt sich um Arbeitnehmende im Alter zwischen 18 Jahren und dem gesetzlichen Renteneintrittsalter, 64 Jahre für die Frauen, 65 Jahre für die Männer. (Pensionierte Arbeitnehmer: eine Melde- und Beitragspflicht besteht in Bezug auf den CHF 1'400 pro Monat oder CHF 16'800 pro Jahr übersteigenden Betrag. Auf die betreffenden Beträge sind nur AHV/IV/EO-Beiträge, nicht jedoch ALV- und BVG-Beiträge zu leisten.)
- der Lohn beträgt mehr als CHF 2'300 pro Jahr oder die angestellte Person wünscht die Abrechnung der Beiträge oder es handelt sich um eine Beschäftigung in einem Privathaushalt, bei Tanz- oder Theaterproduzenten, Orchestern, Phono- und Audiovisionsproduzenten, Radio und Fernsehen sowie Schulen im künstlerischen Bereich.

Die Anmeldung des Arbeitgebenden für das Abrechnen der ALV-Beiträge erfolgt zeitgleich, nach demselben Verfahren und bei derselben Ausgleichskasse wie die Anmeldung bei der AHV/IV/EO. Die Arbeitgebende müssen ihren ersten Angestellten und später alle Arbeitnehmenden bei derselben Kasse anmelden, und zwar innert 30 Tagen nach Beginn des Arbeitsverhältnisses.

Die Arbeitslosenversicherung gewährt die Lohnfortzahlung bei Arbeitslosigkeit und fördert die Wiedereingliederung von Erwerbslosen in den Arbeitsmarkt. Sie ist obligatorisch für Arbeitnehmende. Der Beitragssatz für die ALV beträgt 2,2% des Jahreseinkommens, sofern dieses nicht höher als CHF 148'200 ist. Im Falle eines höheren Einkommens wird auf den Lohnanteil, der die CHF 148'200 überschreitet (seit Januar 2014 ohne Obergrenze), zusätzlich ein Solidaritätsbeitrag erhoben. Die Zahlungen an die ALV werden je zur Hälfte von Arbeitgeber und Arbeitnehmer getragen. Selbstständig Erwerbende können sich dagegen nicht gegen Arbeitslosigkeit versichern.

Wer mit seinem Selbstständigkeits-Projekt scheitert, erhält nur dann Arbeitslosentaggelder, wenn er innerhalb der letzten zwei Jahre vor der Arbeitslosigkeit während mindestens 12 Monaten als Angestellter Beiträge an die ALV gezahlt hat.

Mitarbeitende Inhaber von AG und GmbH gelten als Angestellte und sind deshalb besser gestellt. Dazu müssen aber zwei Voraussetzungen erfüllt sein:

1. Der Lohn muss tatsächlich ausbezahlt worden sein.
2. Die entsprechenden Beiträge an die Sozialversicherungen müssen bezahlt worden sein.

Solange der Betrieb nicht liquidiert wurde und der Unternehmer noch Führungsverantwortung hat (als Verwaltungsrat, unbeschränkt haftender Gesellschafter oder bestimmender Aktionär), besteht kein Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung.
Unternehmerinnen und Unternehmer haben auch kein Anrecht auf Kurzarbeits-, Schlechtwetter- und Insolvenzentschädigungen, müssen aber für ihr Personal Beiträge dazu leisten. Die Insolvenzentschädigung deckt die versicherten Lohnforderungen der Mitarbeitenden bei Zahlungsunfähigkeit des Arbeitgebers. Kurzarbeits- und Schlechtwetterentschädigungen decken 80% des Lohnausfalls und sind zeitlich befristet.


Arbeitslosenversicherung und arbeitgeberähnliche Stellung
Unfallversicherung (UVG)

Für selbstständig Erwerbende ist die Unfallversicherung freiwillig, für die Mitarbeitenden jedoch obligatorisch. Das gilt auch für mitarbeitende Familienmitglieder, sofern sie Barlohn beziehen und/oder AHV-Beiträge leisten. Die Unfallversicherung kann über die Suva oder bei einer kollektiven UVG-Unfallversicherung abgeschlossen werden.

In vielen Branchen können sich selbstständig Erwerbende zum Abschluss der freiwilligen Unfallversicherung an die Suva wenden. Für die anderen Branchen offerieren Versicherer und Krankenkassen entsprechende Versicherungsprodukte. Die privaten Gesellschaften haben auch UVG-Zusatzversicherungen im Angebot. Leistungen und Konditionen sind aber sehr unterschiedlich.
Die Unfallversicherung trägt die Behandlungskosten und richtet Taggelder aus. Zudem vergütet sie bei unfallbedingter Invalidität Renten und unterstützt Hinterbliebene nach dem Tod der versicherten Person.


Nichtberufsunfall-Versicherung (NBU)

Die Nichtberufsunfall-Versicherung deckt die finanziellen Folgen von Unfällen, die nicht am Arbeitsplatz geschehen sind. Alle in der Schweiz beschäftigten Arbeitnehmenden sind obligatorisch gegen Freizeitunfälle inklusive Arbeitsweg versichert, falls sie mindestens 8 Stunden pro Woche beim selben Arbeitgeber tätig sind. Der Arbeitgeber kann die Prämien für die Nichtberufsunfall-Versicherung vom Arbeitnehmenden zurückfordern.

Für Arbeitnehmende mit weniger als 8 Wochenstunden sind Freizeitunfälle nicht versichert (Ausnahme: Unfälle auf dem Arbeitsweg sind für diese Arbeitnehmenden bei der Berufsunfallversicherung versichert). Um dennoch abgesichert zu sein, müssen diese Personen bei ihrer obligatorischen Krankenversicherung das Unfallrisiko mitversichern lassen.
Krankenkassen (KVG)

Die Krankenkassen unterscheiden nicht zwischen selbstständig und unselbstständig Erwerbenden. Die Krankenkasse deckt die Kosten von Krankheit und besteht aus einer obligatorischen Grundversicherung, sowie aus freiwilligen Zusatzversicherungen. Eine Kostenbeteiligung durch den Arbeitgeber bei der Krankenkasse ist in der Schweiz unüblich. Für Personen ohne Unfallversicherung (Bsp. Nicht-Erwerbstätige), können die Kosten von Unfall ebenfalls über die Krankenversicherung gedeckt werden.
Krankentaggeld-Versicherung / Erwerbsunfähigkeits-, resp. Lohnausfallversicherung

Für Unternehmende ist der Abschluss einer Krankentaggeld-Versicherung zu empfehlen. Sie deckt den Lohnausfall bei Krankheit. Ebenfalls ratsam ist eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung. Diese leistet nach Ablauf der Krankentaggeld-Versicherung (nach 2 Jahren) eine entsprechende Rente.

Unternehmer sind verpflichtet, ihre Mitarbeitenden bei Krankheit für eine gewisse Zeit weiter zu entlöhnen. Wie lange diese Zeit dauert, ist gesetzlich nicht eindeutig geregelt, die Mindestdauer ist aber gemäss Gerichtspraxis 3 Wochen im 1. Dienstjahr. Im Übrigen richtet man sich nach der sogenannten Zürcher, Basler und Berner Skala.

Arbeitgeber können dieses Risiko bei Krankenkassen oder Versicherungen abdecken. Die Hälfte der Prämien kann dem Personal belastet werden.


Betriebsversicherungen

Bei den Betriebsversicherungen sind Unternehmen freier als bei den Sozialversicherungen. Grundsätzlich kann eine Firma selbst entscheiden, welche Risiken es abgedeckt haben möchte.


Betriebshaftpflicht

Eine Betriebshaftpflicht-Versicherung gehört praktisch in jedem Unternehmen zum Grundbedarf. Die Risiken unterscheiden sich stark von Branche zu Branche. Daher ist vor Versicherungsabschluss eine genaue Risikoanalyse  ratsam.

Folgende Risiken können abgedeckt werden:

- Anlagerisiken: Schäden, die aus der Haftpflicht als Eigentümerin oder Mieter von Geschäftsimmobilien entstehen. Beispiel: Vom Betriebsgebäude löst sich ein Ziegel und beschädigt ein parkiertes Auto.

- Betriebsrisiken: Schäden, die aus betrieblichen Abläufen entstehen. Beispiel: Bei der Auswechslung der Waschmaschine beschädigt ein Monteur die Kücheneinrichtung, die in der Folge ersetzt werden muss.

- Produktrisiken: Schäden durch Konstruktions- oder Entwicklungsfehler von Produkten. Beispiel: Ein Kaffeemaschinenbauteil der eigenen Produktlinie sorgt für Überhitzung, was zu Bränden führen kann.

Daneben lassen sich verschiedene Sonderrisiken einschliessen. Von der Betriebshaftpflicht nicht gedeckt ist dagegen der Schaden, der einem Unternehmer oder seiner Familie selbst entsteht.

Angehörige freier Berufe wie z.B. Ärzte, Apotheker oder Architekten können eine freiwillige Berufshaftpflicht-Versicherung abschliessen. Sie deckt ihre speziellen Risiken in der Ausübung ihres Berufs ab.


Sachversicherungen

Bei den Sachversicherungen unterscheidet man zwischen Gebäudeversicherungen und Versicherungen der Fahrhabe (Waren, Maschinen, Werkzeuge, Computer, Motorfahrzeuge usw.).
Um die Gebäudeversicherung müssen sich Unternehmer nur kümmern, wenn sie Ihr Geschäft in einer eigenen Liegenschaft betreiben. Alles, was im Gebäude ist, gilt als Fahrhabe. Grundsätzlich decken Sachversicherungen Elementarschäden, Feuer, Einbruch und teilweise Glasbruch. Die erforderliche Deckung kann je nach Branche stark variieren.

Betriebsunterbrechungs-Versicherung

Sie deckt die finanziellen Folgen von Betriebsunterbrüchen (direkte Kosten sowie entgangener Gewinn). Die Betriebsunterbrechungs-Versicherung kann für praktisch alle Risiken abgeschlossen werden und lohnt sich vor allem für Firmen, die über keine Ausweichmöglichkeiten für ihre Produktion verfügen.

Tipp: Empfehlenswert ist ferner der Abschluss einer Rechtsschutz-Versicherung. Sie deckt die Kosten, die aus Gerichtsverfahren oder der Abwehr unberechtigter Ansprüche entstehen.


Maschinen und EDV-Versicherung

Die Maschinenversicherung (oder auch die allgemeine Versicherung für technische Anlagen) deckt Schäden an Maschinen, Apparaten, Instrumenten und anderen technischen Anlagen, die aus eigenem oder fremden Verschulden entstanden sind. Versicherungslösungen gibt es auch für Computersysteme.


Versicherungen gegen gesundheitliche Risiken

Gesundheitsfragen werden häufig unterschätzt. sind jedoch für ein Unternehmen von entscheidender Bedeutung. Damit es nicht zum Konkurs kommt und die Geschäfte im Ernstfall weitergeführt werden können, müssen Unternehmerinnen und Unternehmer für Fälle wie Krankheit, Unfall, Invalidität und Tod versichert sein. Das Risiko der Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit kann durch eine Krankentaggeldversicherung abgedeckt werden (Leistungsdauer von max. 2 Jahren). Ein Arbeitsausfall aufgrund eines Unfalls wird von der Unfallversicherung gedeckt.

Im Invaliditätsfall kann alles etwas komplizierter werden. Es ist möglich, die Leistungen, welche vom Pensionsfonds des Unternehmens abgedeckt sind, zu erhöhen oder sich zum Beispiel mit einer privaten Versicherung zusätzlich abzusichern. Für den Todesfall gilt ebenso: Unternehmende, die eine Familie zu versorgen haben, sollten sich besser absichern als junge Alleinstehende.


Die Schweizerische Exportrisikoversicherung (SERV)

Die Versicherungen der SERV decken die Risiken im Zusammenhang mit dem Export von Waren ab, namentlich kommerzielle Risiken (z.B. Zahlungsunfähigkeit des Kunden) und politische Risiken im Zielland (z.B. ausserordentliche staatliche Massnahmen, Bürgerunruhen, Embargos, Sperrung des Devisentransfers).
Die Lieferantenkreditversicherung ist eines der meistgenutzten Angebote der SERV; sie deckt die Risiken im Zusammenhang mit Forderungen aus den Exportgeschäften ab.  Die Fabrikationsrisikoversicherung, die ebenfalls stark nachgefragt wird, schützt den Exporteur vor dem Risiko eines Produktionsabbruchs. Darüber hinaus bietet die SERV auch Lösungen an, die den exportierenden KMU helfen, ihre Liquidität zu wahren. Dies sind im Wesentlichen die Fabrikationskreditversicherung und die Bondgarantie.

 

Quelle: www.kmu.admin.ch